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Bevölkerung und Humanressourcen
 
 

2010 lag die Bevölkerungszahl Spaniens bei 46,7 Millionen Einwohnern (Quelle: staatliches Einwohnerregister) mit einer Bevölkerungsdichte von über 92,6 Einwohnern pro Quadratkilometer.

 

Spanien ist eine ausgesprochen urbane Gesellschaft (siehe Tabelle I), was sich daran ablesen lässt, dass nahezu 32% der Bevölkerung in den Hauptstädten der spanischen Provinzen leben.

 

Tabelle 1
Die größten Städte Spaniens
*

 

 

Bevölkerung

Madrid

3.255.944

Barcelona

1.621.537

Valencia

814.208

Sevilla

703.2064

Zaragoza

674.317

Malaga

568.305

Murcia

436.870

Las Palmas de Gran Canaria

401.270

Mallorca

381.847

Bilbao

354.860

 

* die Zahlen beziehen sich nur auf den Stadtbezirk einer Gemeinde

Quelle: Gemeldete Einwohner in den spanischen Provinzhauptstädten am 1. Januar 2010. Staatliches Institut für Statistik (INE). www.ine.es.

 

 

Offizielle Landessprache ist Spanisch. In einigen Autonomen Regionen werden daneben weitere offizielle Regionalsprachen gesprochen. Die Schulpflicht besteht bis zum Alter von 16 Jahren; wichtigste Fremdsprache ist Englisch.

 

Der Erwerbstätigenstudie des staatlichen Instituts für Statistik (INE) (Stand: 3. Quartal 2010) zufolge repräsentieren die mehr als 22,9 Millionen Erwerbstätigen in Spanien 59,76% der Landesbevölkerung über 16 Jahren. Verglichen mit anderen OECD-Ländern ist Spaniens Bevölkerung relativ jung: Laut den Zahlen aus dem Jahr 2010 sind etwa 15,5% der Bevölkerung unter 16 Jahren, 67,8% zwischen 16 und 64 Jahren und nur 16,7% 65 Jahre oder älter. Wie der nachstehenden Tabelle 2 zu entnehmen ist, hat Spanien in jüngster Zeit außerdem einen erheblichen Zustrom an Einwanderern erfahren, der inzwischen die Folgen der zunehmenden Bevölkerungsalterung abzufedern beginnt.

 

Auch die Erwerbstätigenstruktur nach Wirtschaftssektoren hat sich in den letzten Jahren maßgeblich verändert, wobei ein sichtbarer Anstieg der Beschäftigtenzahl im Dienstleistungssektor und ein Rückgang der Landarbeiterzahl (siehe Tabelle 3 und Abbildung I) zu verzeichnen sind.

 

Tabelle 2

Ausländische Einwohner in Spanien nach Herkunftskontinent

 

 

2007

2008

2009

Europa

1.661.636

1.917.069

2.007.633

Amerika

1.234.688

1.354.158

1.479.014

Asien

238.740

270.210

299.743

Afrika

841.561

922.635

944.696

Ozeanien

1.989

1.839

1.903

Unbekannt

1.130

7.588

8.243

GESAMT

3.979.744

4.473.499

4.791.232

 

Quelle: Ministerium für Arbeit und Soziales. www.mtas.es

Stand 31. Dezember 2009

 

 

Tabelle 3

Entwiclung der Erwerbstätigenstruktur nach Wirtschaftssektor

(in Prozent)

 

 

2007

2008

2009

Landwirtschaft

4,4

4,0

4,2

Industrie

16,0

15,3

14,4

Baugewerbe

13,1

11,0

9,7

Dienstleistungen

66,4

69,7

71,7

 

Quelle: Staatliches Institut für Statistik (INE). Erwerbstätigenstudie 2009.

Zahlen vom September 2009.


 

Die Erwerbstätigen sind hoch qualifiziert, produktiv und in der Lage, sich auf neue Technologien einzustellen.

 

In Übereinstimmung mit dem Bekenntnis der Europäischen Union zur Beschäftigungsförderung hat die spanische Regierung seit Mitte der neunziger Jahre weit reichende Reformen des Arbeitsmarkts durchgeführt und die Beschäftigung von Arbeitnehmern durch die Unternehmen deutlich flexibler gestaltet. Der Erfolg dieser Reformen wird durch die Tatsache belegt, dass Spanien laut dem Bericht der Europäischen Kommission zur Beschäftigungssituation 2006 von den 25 EU-Mitgliedstaaten 2005 das Land mit dem höchsten Beschäftigungswachstum (3,6%)[1] war.



[1]www.europa.eu.int/comm

 
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